Einbruchschutz

Die Gefahr von Einbrüchen wird grundsätzlich unterschätzt. „Ich brauche doch keinen Einbruchschutz in meinem Haus ...", meinen viele Eigenheimbesitzer oder Mieter. Doch Einbruchschutz hat nichts mit Angst oder übertriebener Vorsicht zu tun. Die Erfahrungen der Polizei und der Versicherungsgesellschaften zeigen:

  • In mehr als 50% aller Einbrüche werden Türen und Fenster mit einfachsten Mitteln aufgehebelt (z.B. mit einem Schraubendreher).
  • CA. 60% aller Einbrüche finden tagsüber statt.
  • Einbrüche finden auch bei Anwesenheit der Bewohner statt.
  • Über 35% aller Einbrüche scheitern an vorhandener effektiver Sicherungstechnik.


Wohnungen und Einfamilienhäuser, in denen sich tagsüber oder an Wochenenden niemand aufhält – und für welche Wohnungen trifft das hin und wieder nicht zu – müssen als besonders gefährdet eingestuft werden.

Einbrecher nutzen immer den Weg des geringsten Widerstandes, denn Zeit ist bei einem Einbruch sehr kostbar. Ein Viertel der Einbrecher kommt durch die Vorder- oder Hintertür. Jeder zweite Einbrecher findet durch Fenster, Terrassen- oder Balkontüren, ohne Absicherungen Zugang.

Nicht zu unterschätzen sind die psychologischen Schäden, die ein jeder verspürt, wenn von Fremden Schränke durchwühlt worden sind und in die Privatsphäre eingedrungen wurde.

Einige einfache, mechanische Absicherungen rauben Einbrechern Zeit und Nerven und damit auch das Interesse an einem Einbruch.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man einen guten bzw. sinnvollen Einbruchschutz an Fenster und Türen erzeugt.

Einbruchschutz zeichnet maßgeblich aus durch die Beschlagtechnik einer Tür oder eines Fensters, das heißt z. b. wie viele Verrieglungspunkte hat ein Fenster oder welcher Typ an Beschlagtechnik (z.B. Rollzapfen oder Pilzzapfen) verbaut sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Glasscheibe. Was hilft die beste Beschlagtechnik, wenn der Einbrecher die Scheibe einfach einwirft. Um ein einfaches Einwerfen einer Scheibe zu vermeiden ist es sinnvoll eine durchwurfhemmende bzw. durchbruchhemmende Verglasung zu wählen.

Die Verglasung teilen sich in unterschiedliche Klassen ein:

  DIN EN 356 DIN 52290  
Durchwurfhemmend P2A A1 Ein- und Mehrfamilienhäuser
P3A A2 gehoben ausgestattete Wohnhäuser
P4A A3 exklusive Wohnhäuser
Durchbruchhemmend P6B B1 Apotheken, Foto- und Videoläden
P7B B2 Museen, Galerien, psychiatrische Anstalten
P8B B3 Justizvollzugsanstalten, Juweliere

Des Weiteren sind gewisse kleinere Manahmen für den Einbruchschutz sinnvoll. Hier zu nennen währen z.B. die eine Verwendung einer abschließbaren Griffolive, Anbohrschutz am Getriebekasten, spezielle Verklebung einer Isolierglasscheibe, geschraubten Glasleisten.

Die meisten der aufgeführten Maßnahmen sind auch bei bestehenden Fenster- bzw. Türelementen möglich (Außnahmen möglich).

Die günstigste Alternative ist bei Anschaffung eines neuen Fensters eine durchwurfhemmende Verglasung und eine einbruchhemmenden Beschlag von Anfang an integrieren.
Eine nachträgliche Absicherung ist ebenfalls möglich allerdings ist im Einzelfall zu prüfen, welche Maßnahmen zu realisieren sind (bzgl. Der Verglasung und des Beschlages).



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